Meditation: Was, warum und welche Arten

Meditation - Arten und Bedeutung

Viele Menschen verbinden auch heute noch das Wort „Meditation“ mit Mönchen, Kloster oder auch Nonnen. Doch die Mediation ist in der heutigen Zeit angekommen und dient vielen Menschen zur Entspannung und zum Stressabbau.

In diesem Beitrag erfährst du die Grundlagen zur Meditation, die Arten, Formen und deren Herkunft.

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Meditation – Definition

Das Wort „Meditation“ entspringt dem lateinischen Wort „meditatio“ und heißt so viel wie: „das Nachdenken über“. Als weiteres beinhaltet es das lateinische Wort „medius“ was so viel wie: „die Mitte“ bedeutet. Zusammengesetzt kann man das Wort „Meditation“ also zum „Nachdenken und zur Mitte finden“ übersetzen. In der Literatur werden auch gerne Begriffe wie „Regeneration“ oder „Bewusstseinsveränderung“ verwendet. Bei einer Meditation handelt es sich um einen selbst herbeigeführten Zustand.

Doch diese Definition ist nicht allgemein gültig und weltweit anerkannt. Es gibt viele Kulturen, die das Wort Meditation anders definieren. Als Beispiel steht im tibetischen das Wort Meditation für Selbsterkenntnis und Selbstbetrachtung. Das liegt zum Teil aber auch an den vielen verschiedenen Techniken und der Vielfalt.

Eins ist aber überall gleich: Die Meditation beschäftigt sich mit der meditierenden Person und dem inneren ICH / Geist.

In den letzten Jahrzehnten hat sich viel bei der Meditation geändert. Früher war die Meditation im religiösen Kontext verankert. Das ist heute nicht mehr so. Heute findet das Meditieren viele Anwendungsbereich. Sei es zur Entspannung, Stressbewältigung, Konzentration oder auch im medizinischen Bereich.

Studien aus Havard belegen, dass während der Meditation der Blutdruck und die Pulsfrequenz sinken. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung im Körper erhöht.

Auswirkungen auf das Gehirn

Meditation und die Auswirkung auf das Gehirn
Meditation und die Auswirkung auf das Gehirn

Neben dem Blutdruck und der Sauerstoffversorgung, hat die Meditation auch eine Auswirkung auf unser Gehirn. Messungen haben eine veränderte Hirnaktivität ergeben. Während der Meditation konnten unterschiedliche Frequenzen gemessen werden.

Während einer Meditation bringen wir uns in einen Alpha-Zustand. Die dort auftretenden Alpha-Wellen wurden im Frequenzbereich zwischen 8 bis 12 Hz gemessen. Die positiven Auswirkungen der Alpha-Wellen sind:

  • Gesteigerte Konzentration
  • Erhöhte Lernfähigkeit
  • Gehobene Entspanntheit
  • Höhere Aufmerksamkeit

Das Gehirn sendet beruhigende Botenstoffe aus und die Produktion von Glückshormonen -den Endorphinen- steigt.

Mönche und Personen mit sehr intensiven Meditationen können die 8 Hz auch unterschreiten. In diesem Bereich sprechen wir von Theta-Wellen. Die Theta-Wellen finden im Bereich zwischen 3,5 und 7,5 Hz statt. Hierbei handelt es sich um die tiefste Stufe der Meditation.

Im Bereich der Theta-Wellen sind folgende positive Wirkungen bekannt:

  • Der tiefste Grad von Entspannung
  • Stärkung des Lang- und Kurzzeitgedächtnisses
  • Linderung von Schmerzen
  • Erhöhtes Gefühl von Wohlbefinden und Geborgenheit

Durch die Theta-Wellen lässt sich auch das Unterbewusstsein ansteuern und die Kreativität wird gefördert. Wer unter die 3 Hz sinkt, befindet sich im Delta-Wellen-Bereich. Der Delta-Zustand tritt auch in der traumlosen Tiefschlafphase auf.

Anwendungsbeispiele von Meditationen

Wie etwas weiter oben schon erwähnt, wird die Meditation für viele Anwendungsbereich verwendet. Die ursprünglichen religiösen und traditionellen Einsatzgebiete verlieren immer mehr die Bedeutung und die Meditation erfährt eine neue Zeit. Bei uns wird sie hauptsächlich für folgende Zwecke eingesetzt:

  • Entspannung und Wohlbefinden
  • Erlangen von Klarheit
  • Als Achtsamkeitstraining
  • Zur Persönlichkeitsentwicklung
  • Das innere ICH entdecken
  • Zur Stressbewältigung
  • Zur Stressprävention
  • Zur Selbstheilung
  • Die Ruhe finden
  • Entwicklung von Mitgefühl und Einfühlungsvermögen
  • Zur Linderung von Aggressionen
  • Auszeiten vom Alltag
  • Vergangenheitsbewältigung
  • Zur Regeneration
  • Sammeln von neuen Kräften
  • Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • Erhöhung der Gesundheit

Und noch viele mehr, diese Liste stellt nur einen Bruchteil der Anwendungsbeispiele dar. Es muss auch noch zwischen der bewegten und nicht bewegten Meditation unterschieden werden.

Arten der Meditation

Bewegte Meditation - Verschiedene Meditationsarten erklärt
Bewegte Meditation – Verschiedene Meditationsarten erklärt

Die bewegte Meditation

Den Anfang machen die bewegten Meditationen. Zu den bekanntesten Arten gehören:

Bei den bewegten Meditationen spricht man auch von einer sogenannten dynamischen Meditation. Hierbei stehen die körperlichen Aktivitäten im Mittelpunkt.

Die nicht bewegte Meditation

Die nicht bewegte Meditation ist der Gegenspieler der bewegten Meditation. Hier geht es, wie der Name bereits verrät, nicht um Bewegung, sondern um die Stille und Achtsamkeit. Die bekanntesten Arten sind:

  • Metta aus dem Buddhismus
  • Achtsamkeitsübungen – Vipassana
  • Autogene Meditation
  • Visualisierungen
  • Zazen – Zen-Buddhismus
  • Relaxation Response – Therapeutische Meditation
  • MBSR – Mindfulness-Based Stress Reduction – Therapeutische Meditation

Es gibt natürlich auch hier noch weitere Arten und abgewandelte Formen.

Die falschen Vorstellungen von der Meditation

In diesem Beitrag wird es noch um die einzelnen Herkunftstypen der Meditation gehen, doch bevor wir dazu kommen, muss ich noch mit einigen Vorstellungen aufräumen.

Viele Menschen, die mit der Meditation beginnen, erhoffen sich eine schnelle und einfache innere Freiheit, inneren Frieden oder das Bewältigen von schwierigen Situationen oder Erfahrungen.

Doch leider täuscht dieses Bild. Eine Meditation stellt kein Wundermittel dar. Eine Meditation kann seine Wirkung nur entfalten, wenn der Meditierende strikt daran arbeitet und das regelmäßig. Auch der „Glaube“ daran spielt eine große Bedeutung. Wer nicht daran glaubt und sich nicht auf die Meditation einlassen kann, wird mit dieser auch keine Fortschritte erzielen.

Die Meditation braucht eine langfristige und konsequente Umsetzung.

Viele beginnen mit der Meditation und erhoffen sich ein Stück Ruhe und Seelenfrieden und sind dann um so schockierter, dass die ersten Meditationen genau das Gegenteil sind. Die Gedanken spielen verrückt und übernehmen den Geist. Emotionen kommen zum Vorschein und rütteln an der Stille, Zweifel oder Langeweile treten auf. Auch Ängste und Unsicherheiten können schnell überhand gewinnen.

Eine Meditation löst die vorhandenen Probleme nicht in Luft auf. Diese sind danach weiterhin vorhanden.

Hier heißt es dranbleiben und konsequent die Meditationen durchführen, nach und nach wird es besser und die ersten Erfolge werden nicht lange auf sich warten lassen. Die Gedanken werden strukturierter, lassen sich besser kontrollieren und beobachten. Es tritt innere Ruhe und eine Ausgeglichenheit ein. Gerade Anfänger sollten klein und mit geführten Meditationen beginnen. Diese helfen die Meditation zu strukturieren und die abschweifenden Gedanken wieder zurückzuholen.

Am Ende entscheiden immer die eigenen Ziele und Erwartungen.

Meditationstraditionen

Meditationstraditionen erklärt
Meditationstraditionen erklärt

Ein kleiner Hinweis vorweg: HEADLETIC Meditationen gehen mit der Zeit und haben keinen spirituellen geistlichen oder göttlichen Ansatz. Die folgenden Absätze dienen ausschließlich der Information.

Meditation aus der christlichen Tradition

Bei der christlichen Tradition beginnt die Meditation mit dem „Weg zu Gott“. Hier werden die Schriften studiert und das Gebet gesprochen oder gedacht.

Danach beginnt die gegenständliche Betrachtung wo nur wenig, aber wiederholt betrachtet wird. Dies führt zum „Gebet der Ruhe“. Hier ruhen die Gedanken und der Meditierende steigt in die „Wolke des Nichtwissens“.

Bei dieser Meditation soll ein meditativer Bewusstseinszustand erreicht werden, der gleichzeitig mit dem Tagesbewusstsein verschmilzt. Das aktive Leben soll von einem Leben in Kontemplation nicht mehr getrennt sein.

Meditation aus der fernöstlichen Tradition

Bei der fernöstlichen Tradition wird in einer inneren und äußeren Form unterschieden. Die äußere Form wird unterteilt in passiv und aktiv. In der passiven Form erfolgt die Meditation im Sitzen oder im Liegen. Bei der aktiven Form erfolgt die Meditation bei körperlichen Bewegungen, lauten Rezitieren oder beim bewussten Handeln.

Die innere Form unterscheidet sich in die konzentrative Meditation und in die Achtsamkeitsmeditation.

Die konzentrative Meditation arbeitet mit einem sehr engen Fokus. Hier wird die Aufmerksamkeit auf ein Objekt gerichtet.

Bei der Achtsamkeitsmeditation wird mit einem weiten Fokus gearbeitet. Hier werden alle Eindrücke und Gedanken mit einer distanzierten Haltung beobachtet.

In der fernöstlichen Tradition gibt es noch zwei bekannte Meditationen, die „Vipassana“ aus Indien und die „Zazen“ aus Japan.

Bei der Vipassana handelt es sich um eine gegenstandslose Achtsamkeitsmeditation. Diese Art der Meditation wird häufig vor der eigentlichen Meditation eingesetzt. Dabei wandert man durch den Körper und verweilt bei bestimmten Körperbereichen. Diese Übung hilft beim Auflösen von Spannungen und erhöht die Aufmerksamkeit.

Bei Zazen handelt es sich auch um eine gegenstandslose Achtsamkeitsmeditation. Diese hat aber kein definiertes Ziel oder eine direkte Bedeutung. Hier werden lediglich das Sitzen und die Achtsamkeit vorgegeben. Häufige durch die ungewohnte Haltung auftretende Schmerzen werden weder verdrängt noch beachtet. Für diese Art der Meditation sollten Erfahrungen vorhanden sein.

Meditation aus der religiösen Tradition

Wenn wir die Meditation religiös betrachten, so haben die unterschiedlichen Religionen ihre eigenen Ziele und Vorstellungen einer Meditation.

Im Jainismus, Buddhismus und Hinduismus ist die Erleuchtung das oberste Ziel. Ebenso wie das Erreichen des Nirwana.

In den jüdischen, islamistischen oder auch christlichen Traditionen ist die unmittelbare Erfahrung mit dem Göttlichen das oberste Ziel.

In der westlichen Welt spielen die religiösen und auch spirituellen Aspekte keine große Rolle. Doch darauf gehe ich im nächsten Punkt detaillierter ein.

Meditation aus der westlichen Welt

In der westlichen Welt wird die Meditation als Entspannungstechnik, Stressbewältigung oder zur Steigerung des Wohlbefindens verwendet. Viele Meditationen bauen auf die fernöstliche oder christliche Tradition auf, sind aber oft völlig religionsfrei.

Die bekanntesten Meditationsarten sind hier:

  • Atemmeditation
  • Achtsamkeitsmeditation
  • Zen-Meditation
  • Yoga

In der westlichen Tradition werden 3 Arten unterschieden:  Die stille, bewegte und alltägliche Meditation.

Bei der stillen Meditation befindet man sich in einer Sitz- oder Liegeposition. Im Yoga kommen auch Positionen wie die „Totenstellung“ zum Einsatz. Diese Meditationen erfolgen bewegungslos.

In der bewegten Meditation stehen Varianten mit Bewegungen im Vordergrund. Das sind zum Beispiel: Osho, Qigong, Yoga oder auch Tai-Chi.

Die alltägliche Meditation wird, wie der Name bereits sagt, in den Alltag eingebaut. Hierbei handelt es sich oft um Achtsamkeitsübungen.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Meditation in vielen Arten und Formen existieren. Egal ob religiös, spirituell oder religionsfrei. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Oft werden die Meditationen in bewegte und nicht bewegte Arten unterschieden. Das Hauptziel liegt in der Entspannung und in dem inneren Frieden.

Egal in welche Richtung du gehst oder gehen möchtest. Es sollte für jeden die passende Meditationsart dabei sein. Meine Empfehlung: starte mit einer geführten Meditation und führe diese regelmäßig und konsequent durch. Nutze dazu auch gerne die HEADLETIC-Meditationen oder lade dir die HEADLETIC-App auf dein Smartphone.

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